Studie “So digital ist Österreich“

Wien, 14. November 2017

2/3 der ÖsterreicherInnen sehen den Wohlstand des Landes von der Digitalisierung abhängig.

  • Drei Viertel der Befragten sehen die Digitalisierung als selbstverständlichen Bestandteil ihres Lebens.
  • Für Männer überwiegen die Vorteile, die die Digitalisierung mit sich bringt, während Frauen deutlich skeptischer sind.
  • 45 % glauben, dass die Digitalisierung zu einer höheren Lebensqualität für alle Österreicher führt.
  • Aber: Ein Viertel der Bevölkerung braucht Unterstützung im Umgang mit digitalen Services & Medien.

Wie sehr sind die Lebensbereiche von Herr und Frau Österreicher von digitalen Medien und Services durchdrungen? Welche Zukunftserwartungen haben sie und welche Gefühle weckt der Begriff „Digitalisierung"? Zu diesen Fragestellungen beauftragte die Telekom Austria Group das SORA Institut mit einer für Österreich repräsentativen Studie.

Alejandro Plater, CEO der Telekom Austria Group: „Die Studienergebnisse machen deutlich, dass die Österreicher ein Bewusstsein dafür haben, wie sehr die Zukunft dieses Landes mit dem Fortschritt der Digitalisierung verbunden ist. Für uns als Telekom Austria Group heißt das einmal mehr, dass wir durch die entsprechende Infrastruktur, Breitband für alle und unterstützende Schulungsangebote die Digitalisierung vorantreiben und gestalten werden. Die Menschen in Österreich brauchen optimale Rahmenbedingungen. Mit unserer A1 Digital sind wir außerdem der ideale Partner für die Digitalisierung von österreichischen Unternehmen."

Österreich ist in der Digitalisierung angekommen.
Zentrales Ergebnis der Studie: Die unterschiedlichsten Lebensbereiche der Österreicher sind von digitalen Medien und Services durchdrungen. „Egal ob Arbeitswelt, Weiterbildung, Nachrichtenkonsum oder Haushalt: Digitale Anwendungen sind für die Mehrheit – nämlich drei Viertel der Bevölkerung - zu einer Selbstverständlichkeit geworden", bestätigt Studienautor Günther Ogris, Managing Partner von SORA. „Überraschenderweise gilt das nicht nur für die Jungen in unserem Land, auch die Generation ab 60 empfindet den Umgang mit digitalen Medien mit 67 % als selbstverständlich."


Selbstverständlich in Berufsleben, Freizeit & Alltag integriert.
Für drei Viertel aller Berufstätigen sind digitale Geräte und Medien im Berufsleben zumindest ziemlich relevant: Mehr als die Hälfte (über 60 %) arbeitet immer wieder mobil und nutzt Cloud-Lösungen sowie E-Learning Plattformen im Arbeitsalltag. Auch im Bereich Bildung sind digitale Lösungen für knapp zwei Drittel bedeutsam. Im Privatleben der ÖsterreicherInnen gehört Online Shopping für 80 % zum Alltag. Knapp 40 % nutzen oft oder gelegentlich Streaming Dienste und auch Angebote wie Selbstbedienungskassen oder digitale Begleiter beim Sport (je ein Drittel) werden immer selbstverständlicher. Überraschend ist auch der steigende Einsatz von digitalen Hilfsmitteln im Haushalt: Zumindest „selten" greift bereits halb Österreich zu digitalen Hilfsmitteln wie Staubsauger- oder Rasenmäher-Roboter sowie smarten Küchengeräten.

Beim Nachrichtenkonsum wollen Herr und Frau Österreicher nicht mehr auf digitale Kanäle verzichten: Zwei Drittel konsumieren ihre täglichen Nachrichten digital.


Bringt die Digitalisierung mehr Vorteile oder Nachteile? Optimisten überwiegen.
Die Haltung der Bevölkerung gegenüber der Digitalisierung ist zunehmend optimistisch. Für 45 % überwiegen die Vorteile, 18 % sehen mehr Nachteile. Etwas mehr als ein Drittel reagiert bei dieser Frage unentschlossen. Wenn die Befragten an die Zukunft denken, wird sichtbar, welche Bedeutung die Digitalisierung für Österreich hat: Demnach sind knapp zwei Drittel (62 %) der befragten ÖsterreicherInnen der Ansicht, dass der Wohlstand des Landes vom Fortschritt der Digitalisierung abhängt. 56 % glauben, dass die Digitalisierung die Zukunft unserer Kinder positiv beeinflussen wird. 45 % der Befragten sind überzeugt, dass die Digitalisierung zu einer höheren Lebensqualität für alle ÖsterreicherInnen führen wird.

Gleichzeitig ist mit 87 % eine deutliche Mehrheit der Ansicht, dass nicht alle Teile der Gesellschaft mit dem digitalen Wandel mitkommen werden. Besonders im Arbeitsleben rechnet man mit negativen Effekten: 72 % der Befragten gehen davon aus, dass es zu einem Wegfall an Arbeitsplätzen durch die Digitalisierung kommen wird.

Unterstützung gefragt: Ein Viertel der Bevölkerung braucht Hilfe.
Rund 25 % der Bevölkerung fühlen sich von der zunehmenden Digitalisierung überfordert. Ungefähr gleich viele Menschen geben an, dass sie im Umgang mit digitalen Medien & Geräten die Unterstützung von anderen benötigen. Anlaufstelle Nummer 1 sind dabei Familie und Freundeskreis: Je ein Drittel der Befragten wenden sich an ihr direktes Umfeld. 29 % suchen Hilfe im Internet, wenn sie nicht weiter wissen und 15 % setzen auf den Support von Unternehmen. „Die Studie zeigt, dass es einen echten Bedarf an Unterstützungsangeboten gibt, wenn möglichst viele Menschen von der Digitalisierung profitieren sollen. Deshalb bieten wir mit ‚A1 Internet für alle' seit vielen Jahren ein österreichweites Schulungsangebot. Für uns ist es eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind", kommentiert Alejandro Plater. „A1 Internet für alle" wurde mittlerweile von 125.000 Teilnehmer genutzt. Auch der Senioren Guide, die A1+ Shops und der A1 Guru sollen einen Beitrag leisten um jene Unterstützung zu bieten, die gefordert wird.

Männer und Frauen leben die Digitalisierung unterschiedlich.
„Die Studie zeigt nicht nur unterschiedliche emotionale Einstellungen bei Männern und Frauen. Wir sehen auch, dass Männer und Frauen die Digitalisierung unterschiedlich leben", erklärt Günther Ogris von SORA. Während Frauen die digitalen Dienste vorrangig für die Kommunikation über Social Media Kanäle nutzen, sind bei Männern digitale Services stärker ins Arbeits- und Freizeitleben integriert. Fragt man nach den Emotionen, die die Digitalisierung auslöst, wird die unterschiedliche Sichtweise von Männern und Frauen sehr

Österreich hat große Erwartungen an die Digitalisierung.
Besonders im Bereich der Medizin erhoffen sich die ÖsterreicherInnen Fortschritte in den nächsten Jahren: Für mehr als zwei Drittel (70 %) ist es wünschenswert, dass durch die Digitalisierung die Medizin und in Folge der Gesundheitszustand der Menschen verbessert wird. Hohes Potential sehen sie auch im Bildungsbereich: 66 % sind überzeugt, dass digitale Angebote unser Bildungssystem voranbringen. Die deutliche Mehrheit (71 %) erwartet sich durch die Digitalisierung Erleichterungen am Arbeitsplatz. Für knapp zwei Drittel (62 %) ist das Arbeiten mit künstlicher Intelligenz im beruflichen Alltag wünschenswert.

Die 4 Typen der Digitalisierung: Vom optimistischen Allrounder zum „Nicht-User"
Das SORA Institut hat aufgrund der Studienergebnisse 4 Typen der Digitalisierung definiert. Knapp die Hälfte (47 %) der ÖsterreicherInnen gehört zu den „Informierten, optimistischen Allroundern". Diese Menschen nutzen die digitalen Angebote überdurchschnittlich, halten sich über neue Entwicklungen am laufenden, blicken zuversichtlich in die Zukunft. Der informierte optimistische Allrounder ist eher männlich, gut gebildet und hat kaum Unterstützungsbedarf.

Rund ein Viertel (24 %) der Österreicher zählt zu den „hinterfragenden, abwartenden Usern". Sie sind eher jung und gut gebildet und lösen Probleme im Umgang mit digitalen Medien selbst. Sie stehen gesellschaftlichen Veränderungen, die durch die Digitalisierung hervorgerufen werden, skeptisch gegenüber, fühlen sich aber nicht überfordert.

Ein knappes Fünftel (19 %) zählt zu den „überforderten Usern". In dieser Gruppe finden sich überdurchschnittlich viele Frauen und vermehrt Personen mit Pflichtschulabschluss. Die Nutzung von digitalen Services ist eher unterdurchschnittlich. Bei den überforderten Usern dominiert das Gefühl der Sorge und sie brauchen Hilfe im Umgang mit digitalen Medien & Services.

10 % der Bevölkerung kann man zu den „Nicht-Usern" zählen. Sie nutzen kaum digitale Angebote und wenn, dann benötigen sie Hilfe im Umgang damit. Zu dieser Gruppe zählen vor allem Ältere (60plus) und vermehrt Frauen. Bei ihnen dominiert das Gefühl der Sorge und sie glauben nicht, dass die Lebensqualität des einzelnen durch die Digitalisierung gesteigert werden kann.

Für die Studie wurden 800 Personen ab 16 Jahren online oder telefonisch befragt.

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Barbara Grohs

Konzernsprecherin
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