Telekom Austria Group testet als erster Netzbetreiber in Österreich NB-IoT im LTE Live Netz der Österreich Tochter A1

Wien, 16. November 2016
  • Meilenstein in der Geschichte des Mobilfunks in Österreich: NB-IoT Modem liefert in real-time Temperatur-Messdaten an Server
  • NB-IoT als dediziertes Mobilfunknetz für das Internet der Dinge
  • Massiv verbesserte Netzabdeckung im Vergleich zu 2G/3G/4G
  • Extrem energieeffiziente Technologie erlaubt Langzeitbatteriebetrieb für fast alle IoT Use Cases

Im Rahmen der internationalen IoT Network Events in Barcelona, der LPWA Europe 2016, gibt die Telekom Austria Group bekannt, dass die Österreich Tochter A1 die NB-IoT Technologie im Live Netz gemeinsam mit Nokia und Intel getestet hat.

Bereits im vergangenen Juni konnte die Telekom Austria Group M2M als erster Betreiber Österreichs den Turbo für das Internet der Dinge zünden: In einer erfolgreichen Demo zeigte das M2M Team der Telekom Austria Group den Mobilfunk für Maschinen, Narrow Broadband Internet of Things (NB-IoT).

Nun konnte das M2M Team der Group einen weiteren Meilenstein beim Ausbau von NB-IoT vermelden und eine neue Ära im Österreichischen Mobilfunk einläuten:

Am 25. Oktober 2016 wurde das erste Mal in Österreich in einem LTE Live Netz ein NB-IoT Modem getestet. Dazu wurde im Burgenland in einem Netzgebiet rund um die Gemeinde Mönchhof NB-IoT für ausführliche Tests aktiviert. Ein Intel NB-IoT Modem buchte sich erfolgreich in das von Nokia ausgerüstete LTE Netz ein und lieferte kontinuierlich und äußerst effizient die Messdaten ohne Beeinträchtigung der übrigen Nutzer.

Bernd Liebscher, Geschäftsführer von Telekom Austria Group M2M: "Nach zahlreichen Tests im Labor konnten wir Mitte Oktober erstmals einen erfolgreichen Live Test im A1 LTE Netz absolvieren und liegen mit unserer NB-IoT Strategie goldrichtig. Das Potential von NB-IoT ist schier unerschöpflich und die Entwicklung der Technologie in den vergangenen zwei Jahren beeindruckend. Umso mehr freut es uns, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern Nokia und Intel diese ersten Tests im Live Netz erfolgreich durchführen konnten".

Das von Intel stammende Modem war mit einen kombinierten Sensor für Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit verbunden. Die Daten des Sensors wurden ständig vom Device via des NB-IoT Modems an einen Server übertragen und auf einer graphischen Oberfläche zur Überwachung der Temperatur dargestellt. Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit wurden so in real-time übertragen.

Die Tests haben gezeigt, dass das IoT ab sofort reif für die Live Netz Umgebung ist. Die Tests wurden im bestehenden LTE Netz absolviert, wobei nur ein Software Upgrade notwendig war und es keinerlei Auswirkungen bezüglich Qualität für bestehende LTE Kunden gab. Der Aufbau eines eigenen Netzes oder die Installationen neuer Antennen sind nicht notwendig, der Einsatz von NB-IoT ist daher auch Kosten- und Ressourcen sparend.

Peter Wukowits, Country Senior Officer Austria und Head of Central Europe, Nokia: "Es ist zentrales Element der Nokia Strategie, die programmierbare Welt mit Milliarden miteinander verbundener Menschen, Geräte und Dinge zu unterstützen. Wir entwickeln Innovationen, damit unsere Kunden ihrerseits weitere Angebote schaffen können. Dieser Test legt den Grundstein für ein IoT Ökosystem in Österreich und ermöglicht Telekom Austria Group dessen enorme Chancen zu nützen".

Um den zukünftigen Anforderungen des Mobilfunks für Maschinen – Experten schätzen die Vernetzung von Devices bis 2020 auf einige Milliarden Geräte – gerecht zu werden, werden in den kommenden Jahren Millionen von NB-IoT Modems in die Mobilfunk Netzen integriert werden.

Die Einführung von NB-IoT, die über eine exzellente Netzinfrastruktur läuft, ist der konsequente nächste Schritt in der Telekom Austria Group M2M-Strategie, die beste verfügbare Technologie und das größte Know-how für Kunden und Partner bereitzustellen. Durch eine konsequente Weiterentwicklung dieses Technologieschrittes gemeinsam mit namhaften Partnern ist die Gruppe in der Lage, den schnell wachsenden IoT Markt bedienen zu können.

Seit Mitte Oktober 2016 ist die Telekom Austria Group auch offizielles NB-IoT Forum Mitglied der GSMA und reiht sich unter prominente Vertreter der Telekombranche wie Deutsche Telekom, China Mobile, Cisco, Huawei, Nokia, NTT Docomo oder Telefónica.

Über Narrowband Internet of Things (NB-IoT)
M2M Anwendungen im Bereich des IoT benötigen, im Gegensatz zu breitbandigen Datenübertragungen wie Video Streaming oder Internet Surfing, nur kleine Datenpakete. Um die LTE Technologie möglichst effizient zu nutzen, wurde Narrowband IoT als schmalbandige Funktechnik entwickelt. Sie ermöglicht den Transfer kleiner Datenmengen und geringer Datenraten über die bestehende Mobilfunkinfrastruktur. NB-IoT wurde eigens für die massive Unterstützung von M2M Anwendungen über LTE entwickelt und zeichnet sich unter anderem durch einen sehr geringen Energieverbrauch aus, was den Einsatz von Modulen auch abseits des Stromnetzes umsetzbar macht. Die verwendeten Netzwerktechnologien gehören zur Kategorie der Low Power Wide Area Networks (LPWANs) und basieren auf standardisierten, nicht proprietären Systemen, die große Unterstützung der Mobilfunkindustrie weltweit haben. Somit ist es keine Nischentechnologie, sondern ein weltweit etablierter Standard, der von der gesamten Telekom Industrie unterstützt wird, d.h. früher oder später auch in allen Ländern mit LTE-Netzen zur Verfügung stehen wird. Vorteil dieser optimierten LTE-Variante sind niedrige Implementierungskosten, eine gegenüber LTE um bis zu 20dB maximierbare Netzabdeckung und eine hohe Energieeffizienz.

Telekom Austria Group arbeitet eng mit Nokia zusammen, um die Nachfrage nach den entsprechenden Anwendungen möglichst rasch bedienen zu können. Im Laufe der kommenden Monate wird das A1 LTE-Netz regelmäßig Updates erhalten, um diese noch effizientere M2M Kommunikation zu gewährleisten.

IoT Messdaten am Server
IoT Messdaten am Server

Quelle: © 2016 A1 Telekom Austria Group
JPG (0.24 MB)

IoT Modem Innenaufbau
IoT Modem Innenaufbau

Quelle: © 2016 A1 Telekom Austria Group
JPG (0.59 MB)

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