Telekom Austria Group verzeichnet gruppenweit EBITDA-Wachstum im dritten Quartal 2014 - Plus 14,2 Prozent in Österreich

Wien, 23. Oktober 2014
  • Gruppenweit bereinigtes EBITDA-Wachstum von fast einem Prozent und Österreich-EBITDA durch Ausgabenoptimierung mit Plus 14,2 Prozent
  • Bereinigte EBITDA-Marge verbessert sich auf 34,6 Prozent, am österreichischen Markt Anstieg auf 33,0 Prozent
  • 110,6 Mio. Euro Regulierungseffekte machen rund 80 Prozent des Umsatzrückganges aus
  • Wachstum im Datengeschäft fördert starke Entwicklung in Weißrussland, auch Slowenien und Republik Serbien auf Wachstumskurs
  • Schwierige Entwicklungen in Märkten wie Bulgarien, Kroatien, Republik Mazedonien beeinflusst durch makroökonomische Effekte, harten Wettbewerb und Regulierung
  • Ausblick für das Geschäftsjahr 2014 unverändert
  • Kapitalerhöhung abhängig von Marktgegebenheiten voraussichtlich bis Jahresende
Kundenzahlen in Tausend1-9M 20141-9M 2013+/- in %
Festnetzanschlüsse konzernweit 2.639,2 2.622,7 +0,6%
- davon Breitband 1.716,3 1.623,1 +5,7%
Kundenanzahl im Mobilfunk 19.903,4 20.187,3 -1,4%
- davon Breitband 1.512,3 1.541,0 -1,8%

Finanzkennzahlen in Mio. EUR nach IFRS
Konzernumsatz                               2.987,7       3.128,3     -4,5%
Bereinigtes EBITDA*) 1.034,0 1.025,1 +0,9%
EBITDA-Marge bereinigt 34,6% 32,8% +2,2%
EBIT -22,6 344,7 o.A.
Bilanzgewinn/-verlust -190,0 159,2 o.A.
Investitionen 472,5 493,0 -4,2%
Mitarbeiter zu Periodenende 16.350 16.243 +0,7%
*) EBITDA ohne Effekte aus Restrukturierungen und Werthaltigkeitsprüfung (Impairment)

„Nach einem turbulenten ersten Halbjahr macht sich unsere Strategie und der unermüdliche Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlt. Das dritte Quartal leitet den Aufwärtstrend ein. Eine teils starke Performance unserer Tochterunternehmen im CEE-Raum, als auch umfassende Maßnahmen zur Ausgabenoptimierung in Österreich wirken sich positiv aus. Gleichzeitig gibt es nach wie vor herausfordernde Märkte und einen für die Geschäftsentwicklung nicht förderlichen Konjunkturausblick", betont Hannes Ametsreiter, Generaldirektor Telekom Austria Group und A1.

Hannes Ametsreiter

Nach einem turbulenten ersten Halbjahr macht sich unsere Strategie und der unermüdliche Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlt.

Hannes Ametsreiter

Generaldirektor Telekom Austria Group

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Telekom Austria Group am 14. August 2014 wurde von den Aktionären eine Kapitalerhöhung im Volumen von bis zu einer Mrd. Euro genehmigt. Diese Kapitalerhöhung soll nun voraussichtlich schon bis Jahresende 2014 platziert werden, falls sich die aktuellen Marktgegebenheiten nicht gravierend verändern. Die Telekom Austria Group wird nähere Informationen bekannt geben, sobald der genaue Zeitpunkt der Kapitalerhöhung feststeht.

Die Entwicklung der Telekom Austria Group im Überblick

In ganz Europa ist die Telekom-Branche mit sinkenden Umsätzen konfrontiert. Die wettbewerbsbedingt niedrigen Preise, zusätzlich belastet durch enorme Regulierungseffekte sowie neue Kommunikationstechnologien erschweren neue Ertragsmöglichkeiten. Während die Telekom Austria Group im ersten Halbjahr 2014 noch mit einem Umsatzrückgang von 7,3 Prozent konfrontiert war, wurde die Abwärtsbewegung aber nach neun Monaten auf 4,5 Prozent reduziert und ein Umsatz von 2,98 Mrd. Euro erzielt. Im direkten Quartalsvergleich zum Vorjahr wurde dank der guten Entwicklung in Weißrussland und Österreich sogar ein Umsatzzuwachs von 1,2 Prozent erwirtschaftet.

Konzernweit stiegen die Festnetzanschlüsse in den ersten neun Monaten um 0,6 Prozent auf rund 2,64 Mio., davon rund 1,7 Mio. Breitbandanschlüsse, welche mit 5,7 Prozent ein starkes Wachstum verzeichneten. Die hohe Nachfrage nach schnellem Internet zeigt den nicht nur in Österreich vorhandenen Bedarf nach raschem Infrastrukturausbau. Aufgrund technologischer Entwicklungen wie Videostreaming oder der parallelen Nutzung mehrerer Geräte wird sich dieser Trend intensivieren.

Das Plus des bereinigten EBITDA von 0,9 Prozent auf rund einer Mrd. Euro und eine auf 34,6 Prozent gesteigerte EBITDA-Marge zeigt die erfolgreiche Arbeit, hinsichtlich Ausgabeneffizienz trotz weiterhin sinkender Umsätze. Einen wesentlichen Beitrag zur Ergebnisverbesserung leistete die Reduktion von Marketingausgaben, hierbei insbesondere Stützungen für Endgeräte. Im dritten Quartal wurde dadurch ein Periodenüberschuss von 127,8 Mio. Euro erzielt. In der Neunmonatsbetrachtung wirken sich die 400 Mio. Euro schwere Wertberichtigung für Bulgarien zum Halbjahr 2014 sowie eine negative Wirtschaftslage weiterhin aus, der Nettoverlust liegt somit bei 190 Mio. Euro.

„Wir haben mit unseren Kosteneinsparungsprogrammen heuer große Erfolge erzielt und es damit geschafft ein EBITDA-Wachstum zu erreichen. Das ist in einem Umfeld sinkender Umsätze beachtlich", so Siegried Mayrhofer, Finanzvorstand Telekom Austria Group.

Der seit Jahren deutlich spürbare Druck der Regulierungskosten lässt bislang nicht nach. Die regulierungsbedingten Umsatzrückgänge belaufen sich nach neun Monaten auf 110,6 Mio. Euro und machen somit rund 80 Prozent des Umsatzrückganges von 140,6 Mio. Euro aus.

Der Ausblick für das Gesamtjahr 2014 bleibt unverändert bei rund 3,5 Prozent Umsatzrückgang, einem Investitionsvolumen von 650 bis 700 Mio. Euro und einem Dividendenvorschlag in Höhe von 0,05 Euro pro Aktie.

Die wesentlichen Entwicklungen der Märkte im Überblick

In Österreich ist das Mobilfunksegment nach wie vor von hartem Wettbewerb gezeichnet, aber bei den Breitbandanschlüssen sowie A1 TV sind deutliche Zuwächse zu sehen, was den zukünftigen Bedarf nach raschem Breitbandausbau verdeutlicht. Die Umsätze von A1 gingen dadurch im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf 624,2 Mio. Euro nach unten. Darüber hinaus zeigt das dritte Quartal einen bereinigten EBITDA Anstieg um 14,2 Prozent, der unter anderem auf Maßnahmen zur Ausgabenoptimierung zurückzuführen ist.

Der bulgarische Markt leidet nach wie vor unter einem schwierigen makroökonomischen Umfeld. Nach der Abstufung des Landes durch Ratingagenturen folgten eine Bankenkrise und Neuwahlen. Trübe Konjunkturaussichten und anhaltender Bevölkerungsrückgang beeinflussen das lokale Geschäft der Mobiltel weiterhin negativ. So gingen die Umsätze um 7,9 Prozent auf 276,4 Mio. Euro und das bereinigte EBITDA um 10,5 Prozent auf 113,4 Mio. Euro zurück, obwohl die Zahl der Mobilfunkkunden im Quartalsvergleich lediglich um 2 Prozent, vor allem im Prepaid Geschäft, gesunken ist. Die positive Entwicklung des mobilen Breitbandsegments mit einem Plus von 30,8 Prozent im dritten Quartal sowie Anstiege im TV Bereich gleichen die sonst rauen Marktbedingungen nicht aus.

Kroatien weist im Neunmonatsvergleich ein Umsatzminus von 3,9 Prozent auf. Die Anhebung der Frequenznutzungsgebühren im Juni hat die Margen des kroatischen Tochterunternehmens Vipnet zusätzlich belastet. Gleichermaßen sinkt das bereinigte EBITDA um 22,9 Prozent auf 74 Mio. Euro. Während die Zahl der Mobilfunkkunden im Quartalsvergleich um 6,5 Prozent zurückging, stiegen die Festnetzanschlüsse um 12,5 sowie 22,9 Prozent im Breitbandsegment. Die hohe Wettbewerbsintensität ließ den durchschnittlichen Umsatz pro Anschluss um 6,5 Prozent im dritten Quartal spürbar zurückgehen.

Die Entwicklung der Telekom Austria Group in Weißrussland verläuft positiv. Im reinen Mobilfunkmarkt konnte velcom im Neunmonatsvergleich die Umsätze um 12,8 Prozent auf 275,3 Mio. Euro anheben, angetrieben durch die Nachfrage nach Smartphones und schneller Datenübertragung. Das bereinigte EBITDA konnte um 15,1 Prozent auf 136,3 Mio. Euro gesteigert werden. Darüber hinaus gibt es ein Plus beim Betriebsergebnis von 20,7 Prozent auf 65,7 Mio. Euro. Die Kundenzahl ist im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf rund 4,95 Mio. gestiegen.

Auch das Segment „Weitere Märkte" verzeichnet in den ersten neun Monaten ein Umsatzplus von 7,7 Prozent auf 363,2 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA steigt um 1,9 Prozent auf 105,2 Mio. Euro, was zu einem Betriebsergebnis von 28,7 Mio. Euro führt und einen Steigerung um 13,5 Prozent ausmacht. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der Anstieg des Umsatzes um 4,3 Prozent auf 152,8 Mio. Euro sowie des bereinigten EBITDA um 4,6 Prozent auf 48,5 Mio. Euro in Slowenien. Auch die Republik Serbien verzeichnete Zuwachsraten beim Umsatz um 18,5 Prozent auf 160,3 Mio. Euro als auch des bereinigten EBITDA von 1,5 Prozent auf 50,0 Mio. Euro. In der Republik Mazedonien hingegen war im Neunmonatsvergleich ein Minus bei den Umsatzerlösen um 9,3 Prozent auf 44,8 Mio. Euro zu verzeichnen. Das bereinigte EBITDA ist wiederum um 9,5 Prozent auf 9,3 Mio. Euro gesunken. Die Fusion von mobilkom liechtenstein mit Telecom Liechtenstein wurde mit Ende August abgeschlossen und wirkt sich mit 26,8 Mio. Euro positiv auf die betrieblichen Erträge im dritten Quartal aus.

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Livia Dandrea-Böhm

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