Ausblick 2020

Die A1 Telekom Austria Group konnte im Berichtsjahr 2019 ein deutliches Wachstum ihrer Umsatzerlöse sowie ihres EBITDA, bereinigt um Einmal- und Währungseffekte sowie Restrukturierungsaufwendungen, erreichen, mit einem besonders starken Wachstumsbeitrag aus den CEE-Segmenten. In der Mobilfunkkommunikation gelang dies durch einen klaren Fokus auf hochwertige Kunden und anhaltendes Wachstum im Bereich der mobilen Breitbandlösungen. Das Festnetzgeschäft profitierte von der zunehmenden Bedeutung von TV-Content, der Nachfrage nach höheren Bandbreiten sowie dem kräftigen Zuwachs im Solutions- & Connectivity-Geschäft.

Die oben beschriebenen Marktentwicklungen dürften sich im Geschäftsjahr 2020 größtenteils fortsetzen. In Österreich wird die Entwicklung weiterhin von konvergenten Angeboten und einem intensiven Wettbewerb im Mobilfunkmarkt geprägt sein. Auf den Mobilfunkmärkten in den CEE-Ländern wird ein weitgehend ähnliches Wettbewerbsumfeld wie im Jahr 2019 erwartet, und auch die Nachfrage nach Festnetzdienstleistungen dürfte sich auf allen Märkten weiterhin positiv auswirken. Wie im Geschäftsjahr 2019 wird dabei TV-Content sowie Solutions & Connectivity ein wichtiger Bestandteil sein.

In diesem Geschäftsumfeld bekennt sich das Management der A1 Telekom Austria Group weiterhin zu seiner Wachstumsstrategie. Dabei stehen das Wachstum im Kerngeschäft, die Ergebnissteigerung und das Effizienzpotenzial von Plattformlösungen sowie punktuell anorganisches Wachstum durch Akquisitionen im Fokus. Die Ergebnisse sollten dabei wie in den Vorjahren Unterstützung durch die laufenden Maßnahmen zur weiteren Steigerung der betrieblichen Effizienz erhalten.

Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet das Management der A1 Telekom Austria Group ein Wachstum der Gesamtumsätze von rund 1–2 % und eine erneute Ausweitung der EBITDA-Marge.

Die Entwicklung in Weißrussland könnte 2020 von einer Abwertung des weißrussischen Rubels negativ beeinflusst werden. Das Management der A1 Telekom Austria Group geht für das Jahr 2020 von einer Abwertung gegenüber dem Euro von rund 5 % (Periodendurchschnitt) aus, wobei anzumerken ist, dass die Berechenbarkeit des weißrussischen Rubels grundsätzlich begrenzt ist.

Die Harmonisierung der lokalen Marken auf die Marke „A1“ wird im Jahr 2020 mit der Markeneinführung in Serbien abgeschlossen. Dadurch wird ein einheitlicher Marktauftritt der A1 Telekom Austria Group in ihrem Footprint ermöglicht.

Die A1 Telekom Austria Group setzt auch 2020 auf den Glasfaserausbau in Österreich und die Weiterentwicklung ihrer Mobilfunkinfrastruktur insbesondere im Hinblick auf die Vorbereitung und Einführung von 5G in ihren Märkten. Im Jänner 2020 hat A1 Österreich den Betrieb seines 5G-Netzes aufgenommen und wird den Ausbau im Jahr 2020 und in den Folgejahren weiter vorantreiben. Es wird erwartet, dass die Anlagenzugänge vor Spektrumsinvestitionen und Akquisitionen im Jahr 2020 rund 770 Mio. EUR betragen werden.

In Österreich steht eine Frequenzvergabe für die Bänder 700 MHz, 1.500 MHz und 2.100 MHz in einer Multibandauktion bevor. Die Ausschreibungsunterlagen wurden im Dezember 2019 veröffentlicht, die Auktion selbst wird voraussichtlich im April 2020 beginnen.

Auf Basis der verbesserten operativen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe haben sich América Móvil und die Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG) 2016 auf eine neue Dividende geeinigt. Diese erwartete Dividende soll ab dem Geschäftsjahr 2016 bei 0,20 EUR pro Aktie liegen und auf einer nachhaltigen Basis im Rahmen der operativen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe wachsen.

Für das Geschäftsjahr 2019 plant der Vorstand, der Hauptversammlung 2020 eine Dividende von 0,23 EUR vorzuschlagen.

Zur Gewährleistung ihrer finanziellen Flexibilität strebt die A1 Telekom Austria Group nach wie vor die Beibehaltung eines soliden Investment Grade Ratings von Baa2 bzw. BBB von Moody's und Standard & Poor's an (aktuell Baa1 von Moody's und BBB+ von Standard & Poor's).

[1] Bitte beachten Sie, dass dies eine Auflistung von möglichen Spektrumsvergabeprozessen darstellt. Ob die A1 Telekom Austria Group plant oder die Notwendigkeit sieht, sich an den oben genannten Prozessen zu beteiligen und Frequenzen zu erwerben, darf das Unternehmen nicht kommentieren.

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