Ausblick

A1 Telekom Austria Group Ausblick für das Jahr 2018

(Gemäß IAS 18 Reporting)

Der A1 Telekom Austria Group ist es in den ersten neun Monaten 2018 erneut gelungen, ihre Umsatzerlöse sowie ihr EBITDA (ohne Restrukturierungsaufwendungen) mit einem klaren Fokus auf hochwertige Kunden und attraktive Angebote im Festnetzbereich zu steigern. Dies wurde erreicht, obwohl auf den Mobilfunkmärkten der Gruppe weiterhin ein intensiver Wettbewerb und regulatorische Gegenwinde vorherrschen. Der weißrussische Rubel folgte größtenteils der Entwicklung des russischen Rubels und wertete im Jahresvergleich um 11,2 % (Periodendurchschnitt) ab. Höhere Umsatzerlöse und eine bessere Marge auf Endgeräte führten dazu, dass das EBITDA trotz höherer Kosten und Aufwendungen anstieg. Die Ergebnisse wurden im ersten Halbjahr 2018 negativ von der schrittweisen Abschaffung des Endkunden-Roamings in der EU beeinflusst. Das zweite Halbjahr 2018 ist von dieser Regulierung nicht mehr belastet.

Im Geschäftsjahr 2017 beschloss die A1 Telekom Austria Group, ihre Marken innerhalb der Gruppe zu harmonisieren und die Marke „A1" schrittweise, in Abhängigkeit von lokalen Gegebenheiten, einzuführen. Die Umbenennung löst eine Abschreibung der lokalen Markenwerte aus, die sich per Jahresende 2016 auf die Summe von rund 350 Mio. EUR belaufen haben. Die jeweiligen Unternehmen werden die Markenwerte bis zum Auslaufen der alten Marken abschreiben. Per 30. Juni 2018 wurden bereits 311,0 Mio. EUR abgeschrieben, davon bisher 188,5 Mio. EUR im Jahr 2018. Die Markenwert-Abschreibungen wirken sich negativ auf das Nettoergebnis aus.

Die oben genannten Marktentwicklungen dürften im Geschäftsjahr 2018 größtenteils anhalten. Sowohl in Österreich als auch in den CEE-Märkten wird sich das Wettbewerbsumfeld auf den Mobilfunkmärkten voraussichtlich fortsetzen. Die Nachfrage nach Festnetzdienstleistungen dürfte sich indes auf den meisten Märkten weiterhin positiv auswirken. In den mittel- und osteuropäischen Segmenten werden die operativen Ergebnisse voraussichtlich zunehmend von den in der Vergangenheit ergriffenen Maßnahmen sowie von der verbesserten Konjunkturlage profitieren, wobei auf allen Märkten mit einem BIP-Wachstum gerechnet wird.

Der negative Roaming-Effekt lag im Geschäftsjahr 2018 am unteren Ende der erwarteten 1,0 % bis 1,5 % des Konzern-EBITDA. Im Gegensatz zur günstigen Wechselkursentwicklung im Jahr 2017 dürfte die operative Entwicklung in Weißrussland von einer Abwertung des weißrussischen Rubels negativ beeinflusst werden.

In diesem Geschäftsumfeld bekennt sich das Management der A1 Telekom Austria Group weiterhin zu seiner Wachstumsstrategie, die sich auf drei strategische Bereiche fokussiert: Optimierung im Kerngeschäft, Erweiterung von Produkten und Dienstleistungen sowie wertsteigernde Fusionen und Übernahmen. Wie im Vorjahr sollten die Ergebnisse Unterstützung durch die laufenden Bemühungen zur weiteren Steigerung der betrieblichen Effizienz erhalten. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet das Management der A1 Telekom Austria Group ein moderates Wachstum der Gesamtumsätze auf berichteter Basis.

Die A1 Telekom Austria Group setzt weiter auf den LTE-Ausbau in ihren Märkten sowie auf den beschleunigten Glasfaserausbau in Österreich. Es wird erwartet, dass die Anlagenzugänge vor Spektrumsinvestitionen und Akquisitionen im Jahr 2018 nahezu stabil (750 Mio. EUR) bleiben.

Das Management der A1 Telekom Austria Group räumt die begrenzte Berechenbarkeit des weißrussischen Rubels ein, geht für das Jahr 2018 aber von einer Abwertung gegenüber dem Euro von rund 10 % (Periodendurchschnitt) aus. Der weißrussische Rubel wertete in den ersten neun Monaten des Jahres um 11,2 % ab.

Auf Basis der verbesserten operativen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe haben sich América Móvil und die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB) im Jahr 2016 auf eine neue Dividende geeinigt. Diese erwartete Dividende liegt seit dem Geschäftsjahr 2016 bei 0,20 EUR pro Aktie liegen und soll auf einer nachhaltigen Basis im Rahmen der operativen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe wachsen.

Zur Gewährleistung ihrer finanziellen Flexibilität strebt die A1 Telekom Austria Group nach wie vor die Beibehaltung des soliden Investment-Grade-Ratings an. Im Juni 2018 erhöhte Moody's das Rating der A1 Telekom Austria Group auf Baa1, während Standard & Poor's das Rating von BBB bestätigte. Im Hinblick auf Frequenzvergaben hat in Österreich die Regulierungsbehörde RTR bekannt gegeben, dass im Februar 2019 eine Auktion im 3,4-3,8 GHz-Band durchgeführt werden soll.1


1) Bitte beachten sie, dass dies eine Auflistung von möglichen Spektrumsvergabeprozessen darstellt. Ob die A1 Telekom Austria Group plant oder die Notwendigkeit sieht, sich an den oben genannten Prozessen zu beteiligen und Frequenzen zu erwerben, darf die Gruppe nicht kommentieren.

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