Weißrussland

Tomorrow is yours. velcom

velcom

In Weißrussland waren die starken operativen Entwicklungen weiterhin makroökonomischen Herausforderungen ausgesetzt, dennoch gab es einige Verbesserungen und das BIP dürfte im Jahr 2017 leicht um 0,7% anwachsen (IWF-Schätzung; 2016: -2,6%). In diesem Umfeld behält die Regierung ihren Fokus auf eine Stabilisierung der Inflation, die im Jahr 2017 bei 4,6 % lag, weiter bei und hält unter anderem an den Obergrenzen für bestimmte Preiserhöhungen fest. velcom setzte im Berichtsjahr seine Konsolidierungsstrategie im Festnetzbereich mit der Übernahme von Garant (Gomel) fort. Das Unternehmen wurde zum 1. August 2017 konsolidiert. Seit September 2017 ist velcom darüber hinaus dank der Eröffnung seines eigenen Datencenters in der Lage, Cloud-Dienste und digitale Produkte anzubieten (Infrastructure as a Service, Platform as a Service). Außerdem wurden im Mobilfunkgeschäft zum 12. April 2017 inflationsbedingte Preiserhöhungen in Höhe von 9% vorgenommen. Dies folgte einer Preiserhöhung im Festnetzgeschäft zum 1. März 2017.

Im Vergleich zum Vorjahr ging die Mobilkundenbasis im Segment Weißrussland um 1,6% zurück, was vor allem dem Prepaid-, aber auch dem Vertragskunden-Segment zuzuschreiben war. Die umsatzgenerierenden Einheiten im Festnetzgeschäft beliefen sich per Jahresende 2017 auf 463.400, einschließlich der 159.600 RGUs des erworbenen Festnetzanbieters Garant (Gomel).

Die Umsatzerlöse im Segment Weißrussland erhöhten sich im Jahresvergleich um 15,2 % (berichtet: +21,6 %), was auf ein anhaltend solides operatives Wachstum, vor dem Hintergrund inflationsbedingter Preiserhöhungen und einer starken Datennachfrage, zurückzuführen war. Die Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten stiegen ebenfalls, was einem Umstieg auf ein Portfolio mit teureren Endgeräten und höheren Verkaufsmengen zuzuschreiben war. Die günstige Wechselkursentwicklung im ersten Halbjahr 2017 wurde durch eine Abwertung in der zweiten Jahreshälfte fast zur Gänze aufgewogen. Insgesamt wertete der weißrussische Rubel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unter Betrachtung des Periodendurchschnitts um 1,0 % auf. In Lokalwährung stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 14,1 % an (berichtet: +20,5 %).

Die Kosten und Aufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr um 15,3 % (berichtet: +23,5 %), in Lokalwährung lag der Anstieg bei 14,2 % (berichtet: 22,3 %). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus steigenden Kosten für Endgeräte und höheren Personalkosten aufgrund inflationsbedingter Gehaltserhöhungen sowie erhöhten Roaming-Kosten.

Im Segment Weißrussland konnten die steigenden Umsätze die ebenfalls höheren Kosten und Aufwendungen mehr als ausgleichen und führten zu einem Anstieg des EBITDA um 15,2 % (berichtet: 19,6 %). Das Segment Weißrussland erzielte im Berichtsjahr mit 46,4 % (2016: 46,4 %) die höchste EBITDA-Marge der Gruppe. Ohne die positiven Wechselkurseffekte in Höhe von 1,8 Mio. EUR stieg das EBITDA in Weißrussland im Jahresvergleich um 14,1 % an (berichtet: 18,5 %). Zusammen mit niedrigeren Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr, bedingt durch den Einfluss des Solarkraftwerksprojekts im Jahr 2016, konnte das Betriebsergebnis um 34,1 % verbessert werden (berichtet: 40,2 %).