A1 Telekom Austria Group

Weißrussland

A1 Weißrussland

A1Im Jahr 2019 verlangsamte sich die Wachstumsdynamik in Weißrussland, und es wird mit einem BIP-Wachstum von 1,5 % gerechnet (IWF-Schätzung; 2018: 3,0 %). Der weißrussische Rubel wertete gegenüber dem Euro um 2,8 % im Berichtszeitraum auf (Periodendurchschnitt). Die Regierung setzte ihre Politik zur Stabilisierung der Inflation fort, die im Dezember 2019 bei 4,7 % lag.

Im April 2019 wurde die „A1“-Marke mit der vorübergehenden Einbindung in die Marke „A1 Velcom“ eingeführt. Im August 2019 wurde dann die Umstellung auf die einheitliche Marke „A1“ erfolgreich abgeschlossen.

Im März 2019 traf A1 in Weißrussland mit beCloud eine Vereinbarung über LTE-Kapazitäten und startete seine LTE-Services offiziell in Minsk und anderen wichtigen Städten, was es dem Unternehmen ermöglichte, trotz fehlender eigener LTE-Lizenz wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Vereinbarung wurde darüber hinaus im Dezember 2019 erweitert und ermöglicht A1 in Weißrussland nun die exklusive Nutzung von Netzwerkkapazitäten, die eine landesweite LTE-Netzabdeckung ermöglichen.

Der Mobilfunkmarkt blieb 2019 von starkem Wettbewerb geprägt, Anbieter konzentrierten sich mehr auf Bindung und Upselling von Bestandskunden. A1 schloss im 2. Quartal 2019 die Neugestaltung der Tarifpläne, insbesondere mit der Verbesserung der Angebote an Jugendliche und Unternehmen, ab. Das überarbeitete Mobilfunkportfolio umfasst stärker datenbasierte Angebote sowie optionale Daten-Zusatzpakete für Voice-only-Prepaid-Angebote und soll Prepaid-Kunden für Vertragsangebote gewinnen. A1 begann darüber hinaus damit, auf die freiwillige Migration einiger angestammter Servicepläne zu aktuellen Tarifplänen mit höheren monatlichen Gebühren hinzuarbeiten.

Die Anzahl der Mobilfunkkunden erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr infolge der Neugestaltung der Servicepläne und der Weihnachts-Kampagne geringfügig. Die Anzahl der RGUs war im Jahr 2019 rückläufig, hauptsächlich aufgrund von Rückgängen bei geringwertigen Kabel-TV-Anschlüssen und Breitbandanschlüssen mit geringer Bandbreite.

Zum 1. Juli 2019 wurde eine inflationsbedingte Preiserhöhung für Mobilfunkkunden in Höhe von 4,3 % eingeführt, während die Festnetztarife für bestehende Kunden im Juni 2019 um 6,0 % erhöht wurden.

Die gesamten Umsatzerlöse nahmen um 9,0 % zu, was dem Anstieg der Erlöse aus Dienstleistungen zuzuschreiben war. Ohne Wechselkurseffekte und kleinere positive Einmaleffekte im Berichts- und Vergleichsjahr stiegen sie um 6,9 %. Die Umsätze aus Mobilfunkdienstleistungen stiegen infolge der
Verrechnung von unbegrenzten Datenoptionen seit Februar 2019, einer strukturellen Verbesserung des Kundenportfolios sowie der oben erwähnten Preiserhöhung, die auch zu einem höheren ARPU führten. Die Erlöse aus Festnetzdienstleistungen bei Privatkunden stiegen aufgrund der oben erwähnten Preiserhöhung sowie höheren Erlösen aus Solutions & Connectivity-Dienstleistungen.

Die gesamten Kosten und Aufwendungen stiegen zum Großteil aufgrund höherer Kosten für Dienstleistungen, die hauptsächlich durch höhere Zusammenschaltungsaufwendungen und Kosten für Netzwerktechnik getrieben waren. Erstere stiegen aufgrund von mehr Datenverkehr in die Netze der Wettbewerber nach der Einführung unbegrenzter Sprachtarife. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen aufgrund selektiver Lohnerhöhungen und höherer Wertminderungsaufwendungen für Forderungen.

Der Anstieg der Roaming-Kosten war auf den höheren Datenverkehr im Netz von beCloud zurückzuführen. Der Anstieg der Erlöse aus Dienstleistungen glich höhere Kosten und Aufwendungen mehr als aus, was zu einem Anstieg des EBITDA um 7,4 % führte. Ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten und kleineren Einmaleffekten wuchs das EBITDA um 6,4 %. Geringere Markenabschreibungen in Höhe von 23,0 Mio. EUR im Berichtsjahr (2018: 31,3 Mio. EUR) wurden durch höhere Abschreibungen für technische Ausstattung sowie Lizenzen ausgeglichen, was insgesamt zu höheren Abschreibungen führte. Dennoch stieg das Betriebsergebnis um 11,4 % an.