Republik Serbien

Vip mobile

Vip mobile

Das Segment Republik Serbien war im Jahr 2017 weiterhin von einem wettbewerbsintensiven Markt mit aggressiven konvergenten Angeboten inklusive hoher Preisnachlässe geprägt. Vip mobile begegnete diesem Marktumfeld mit einer veränderten Positionierung am Markt und führte im Zuge dessen im Juni 2017 ein neues Produktportfolio mit attraktiven Pauschaltarifen ein. Die Ergebnisse wurden zudem durch regulatorischen Gegenwind aufgrund der Kürzungen der Terminierungsentgelte im Januar 2017 beeinträchtigt.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Vertragskundenanteil deutlich von 57,7 % im Jahr 2016 auf 62,7 % im Jahr 2017 an. Die Zahl der Gesamtkunden erhöhte sich im Jahresvergleich um 1,7 %. Dies war vollständig auf das PostpaidSegment zurückzuführen, das durch hohe Bruttozugänge infolge der oben dargelegten neuen Tarife und eine hohe Nachfrage nach mobilen WLAN-Routern gestützt wurde.

Die Umsatzerlöse stiegen im Jahresvergleich um 4,4 %, was höheren Erlösen aus dem Verkauf von Endgeräten infolge höherer Verkaufspreise sowie dem positiven Einmaleffekt aufgrund von Änderungen der Parameter zur Berechnung der Verpflichtungen aus der Stilllegung von Vermögenswerten zuzuschreiben war. Ohne diesen Einmaleffekt stiegen die Umsatzerlöse im Jahresvergleich um 2,6 %. Steigende Erlöse aus Grundentgelten wurden durch regulatorisch bedingte verringerte Zusammenschaltungserlöse und niedrigere Erlöse aus Sprachminuten zur Gänze ausgeglichen.

Die Kosten und Aufwendungen stiegen im Jahresvergleich im Berichtsjahr um 5,5 % an, was hauptsächlich auf höhere Kosten für Endgeräte aufgrund mobiler WLAN-Router und gestiegener Preise für Endgeräte zurückzuführen war. Darüber hinaus waren die höheren Kosten auf höhere Forderungsausfälle sowie steigende Personalkosten und Werbekosten infolge von Vertriebsinitiativen zurückzuführen. Diese Anstiege wurden durch niedrigere Zusammenschaltungsaufwendungen aufgrund oben dargelegter Kürzungen der Terminierungsentgelte teilweise wettgemacht.

In der Republik Serbien konnten die höheren Umsatzerlöse die gestiegenen Kosten und Aufwendungen nicht zur Gänze ausgleichen, was zu einem Rückgang des EBITDA von 1,2 % führte. Ohne den oben dargelegten Einmaleffekt war das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 % rückläufig. Zusammen mit etwas niedrigeren Abschreibungen als im Vorjahr führte dies im Berichtsjahr zu einem negativen Betriebsergebnis von –6,8 Mio. EUR (2016: –7,8 Mio. EUR)