Österreich

A1 Telekom Austria

Logo A1Der Wettbewerb in Österreich war 2016 weiterhin von mobilen No-Frills-Angeboten geprägt. Darüber hinaus entwickeln sich mobile WLAN-Router mit unbegrenztem Datenangebot zu einem zunehmend wichtigen Element des österreichischen Breitbandmarkts. Die A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft begegnet diesen Herausforderungen einerseits mit ihrer erfolgreichen Mehrmarkenstrategie, die es ihr ermöglicht, den Preisdruck durch ihre No-Frills-Marken bob und YESSS! abzufedern. Auf der anderen Seite führte A1 im Juli 2016 ein Hybrid-Modem ein, das Festnetzund Mobilfunknetzwerke kombiniert und es A1 dadurch ermöglicht, Festnetzprodukte mit höherer Bandbreite anzubieten.Praktische, unbegrenzte mobile Breitbandangebote runden das datenzentrische Premium-Angebot von A1 ab.

Im Berichtsjahr stieg die Zahl der Mobilkommunikationskunden im Segment Österreich um 2,9% an, was auf mehr Machine-to-Machine-(M2M-)SIM-Karten zurückzuführen war. Ohne M2M blieb die Anzahl der Kunden dennoch nahezu stabil, da der Anstieg im hochwertigen Segment den Großteil des Rückgangs bei den No-Frills-Kunden ausglich. Die Anzahl der mobilen Breitbandkunden erhöhte sich aufgrund einer geänderten Zählmethode. Der Marktanteil in der Mobilkommunikation reduzierte sich im Berichtsjahr leicht auf 39,4% (2015: 39,5%). Im Festnetzgeschäft ging die Anzahl der umsatzgenerierenden Einheiten (RGUs) 2016 im Jahresvergleich um 1,1% zurück. Das Wachstum der Festnetzbreitband-RGUs verlangsamte sich im Verlauf des Berichtsjahres und betrug 1,5% im Vergleich zum Vorjahr. Währenddessen nahmen die TV-RGUs um 5,5% im Jahresvergleich auf 284.400 Kunden zu. Außerdem wurden starke Zuwächse bei den Speed Upgrades und Hybrid Routern verzeichnet. Diesen Entwicklungen steht ein weiterer Rückgang der Festnetzsprachminuten um 10,4% (2015: -10,0%) gegenüber.

Die Umsatzerlöse gesamt im Segment Österreich gingen im Jahr 2016 leicht um 0,3% im Jahresvergleich zurück. Ohne die oben erwähnten positiven Einmaleffekte aus dem Jahr 2015 in Höhe von 10,5 Mio. EUR blieben die Umsatzerlöse stabil (+0,1%). Diese positiven Effekte schlugen sich in den Festnetz- und sonstigen Erlösen nieder. Zu den stabilen Umsätzen haben höhere Zusammenschaltungserlöse und höhere Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten beigetragen, wodurch der Rückgang aus den Erlösen aus Dienstleistungen ausgeglichen wurde.

Im Mobilfunkgeschäft waren die im Jahresvergleich niedrigeren Erlöse aus Mobilfunkdienstleistungen fast ausschließlich auf die schrittweise Abschaffung des Endkunden-Roamings in der EU ab 30. April 2016 zurückzuführen. Ohne diese negativen Effekte stiegen die Erlöse aus den Mobilfunkdienstleistungen an: Denn höhere Grundentgelte, die in erster Linie auf mehr Kunden in höherwertigen Kundensegmenten sowie auf Tarif-Indexierungen zurückzuführen waren, konnten die Verluste im niedrigeren Kundensegment mehr als wettmachen. Die Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten stiegen aufgrund der höheren Menge infolge höherer Stützungen je Endgerät. Im Festnetzgeschäft konnten die rückläufigen Erlöse aus Sprachminuten durch höhere Erlöse aus Breitband und TV sowie aus der Unterstützung durch die Speed Upgrades und Hybrid Router teilweise ausgeglichen werden. In Verbindung mit höheren Zusammenschaltungsentgelten, bedingt durch eine geänderte Verrechnungslogik sowie höhere Mengen, resultierte dies in einem leichten Anstieg der Erlöse aus Festnetz-Dienstleistungen.

Der durchschnittliche monatliche Erlös pro Kunde (ARPU) ging im Berichtsjahr von EUR 15,6 auf EUR 14,7 zurück, was im Wesentlichen auf die negativen Roamingeffekte sowie einen höheren Anteil an M2M-SIM-Karten zurückzuführen war. Exklusive des negativen Roamingeffekts blieb der ARPU nahezu stabil (-0,2% im Jahresvergleich). Aufgrund weiterer Rückgänge beim Sprachgeschäft im Festnetz, die nur teilweise durch höhere Umsatzerlöse im Breitbandbereich und aus A1 TV abgefangen werden konnten, sank der durchschnittliche monatliche Erlös pro Festnetzanschluss (ARPL) im Berichtsjahr auf EUR 28,0 (2015: EUR 28,4).