A1 Telekom Austria Group

Österreich

A1 Telekom Austria

Logo A1In Österreich können nun alle Mobilfunknetzbetreiber konvergente Produkte anbieten. Seit der Einführung der Marke im Mai 2019 vermarktet Magenta neue Mobilfunktarife, darunter „5G-ready“-Tarife mit unbegrenztem Datenangebot im Premium-Segment, sowie konvergente Angebote und Angebote im Festnetzbereich. Ende September 2019 führte Drei technologieneutrale Internettarife für mobile WLAN-Router, Hybridmodems und Festnetzanschlüsse mit einer Verschiebung zu höheren Geschwindigkeiten ein. Im Premium-Segment sind unlimitierte Datenvolumina und höhere Geschwindigkeiten die dominanten Faktoren als Teil der neu gelaunchten „5G-ready“-Tarife und Weihnachtsangebote für Smartphones und mobile WLAN-Router. A1 verfolgt nach wie vor eine Mehrmarkenstrategie und setzt auf eine hohe Granularität der Marktsegmentierung. A1 hat seinen ersten „5G-ready“-Tarif mit höherer Geschwindigkeit für mobile WLAN-Router eingeführt und hat in den Sommermonaten sowie im Weihnachtsgeschäft mobile Sprachtarife mit unlimitiertem Datenvolumen angeboten. Im Niedrigpreis- und Jugendsegment blieb der Wettbewerb im Berichtsjahr intensiv, auch durch den Einstieg eines neuen MVNO-Mitbewerbers sowie Werbeaktionen getrieben, denen A1 mit gezielten Angeboten begegnete. Im Zuge der aufgrund behördlicher Auflagen nötigen Registrierung von SIM-Karten im Jahr 2019 konnte A1 Österreich einen Großteil seiner aktiven Prepaid-SIM-Karten registrieren.

Im Festnetzgeschäft konzentrierten sich alle Betreiber auf die Bindung und das Upselling von Bestandskunden, da die Neukundengewinnung zunehmend herausfordernd wurde. Im Oktober 2019 startete A1 eine neue Festnetz-Breitband-Kampagne, um Neukunden zu gewinnen und den Churn zu reduzieren. Die Promotion umfasste zahlreiche Vorteile für Neukunden sowie für Bestandskunden, die ihren Vertrag verlängerten und ein Upgrade auf Produkte mit höheren Bandbreiten durchführten. Die Kampagne war erfolgreich und führte zu einer deutlichen Verbesserung der Netto-Kundenzugänge.

Der Internet@Home-Markt, der Breitbandfestnetz, Hybridmodems und mobile WLAN-Router umfasst, wuchs auch 2019 stetig und zeigte eine besonders starke Nachfrage nach mobilen WLAN-Routern. Die steigende Nachfrage nach Produkten mit höherer Bandbreite und TV-Optionen trug zum Upselling dieser Dienste innerhalb der Bestandskunden bei.

Im Jahr 2019 stieg die Gesamtzahl der Vertragskunden im Mobilbereich aufgrund der hohen Nachfrage nach mobilen WLAN-Routern sowie zu einem geringeren Teil durch einen Anstieg der Anzahl von hochwertigen Kunden. Der Rückgang im Prepaid-Segment wurde durch die oben erwähnte Registrierungspflicht für SIM-Karten verursacht. Die Anzahl der umsatzgenerierenden Einheiten (RGUs) ging im Berichtsjahr zurück, da Rückgänge in der Anzahl der Sprachtarifkunden und Breitbandanschlüsse mit niedrigen Bandbreiten nicht zur Gänze durch die steigende Nachfrage nach Produkten mit höheren Bandbreiten und TV-Optionen ausgeglichen werden konnten.

Die Ergebnisse wurden darüber hinaus durch Preisanpassungen unterstützt. Die Preise für neue Kunden im hochwertigen Mobilfunksegment und im Jugendsegment wurden im Februar 2019 um 2 bzw. 1 EUR erhöht. Auch die Aktivierungsgebühr und die jährliche Servicegebühr wurden angehoben. Darüber hinaus ist seit dem 1. April 2019 eine Indexierung von 2,0 % für bestehende Kunden sowohl im hochwertigen Mobilfunkgeschäf (einschl. mobilen WLAN-Routern) als auch für Teile des Festnetzgeschäftes in Kraft. Im November 2019 wurden die Preise für bestehende Sprachtarif-Kunden im Festnetzgeschäft erhöht.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr einschließlich eines positiven Einmaleffekts in Höhe von 8,2 Mio. EUR aufgrund eines Immobilienverkaufs in den sonstigen betrieblichen Erträgen leicht um 0,4%. Ohne den positiven Einmaleffekt blieben die Umsatzerlöse konstant, da das Wachstum der Umsätze aus Dienstleistungen durch einen Rückgang der Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten ausgeglichen wurde. Letztere gaben aufgrund von geringeren Mengen und höheren Stützungen pro Endgerät nach. Die Erlöse aus Festnetzdienstleistungen stiegen um 1,5 %, da sich die Erlöse aus Solutions & Connectivity erhöhten, was auf die anhaltend starke Nachfrage nach ICT-Lösungen und komplementärer Konnektivität zurückzuführen war, welche die niedrigeren Erlöse aus Festnetzdienstleistungen im Privatkundengeschäft ausglich. Letztere gingen um 1,9 % zurück, da Verluste bei der Sprachtelefonie und ein Rückgang der Breitbandkunden mit geringen Bandbreiten durch die steigende Nachfrage nach Produkten mit höherer Bandbreite und TV-Optionen sowie durch die oben beschriebene Indexierungsmaßnahme nicht ausgeglichen werden konnten. Der ARPL stieg dank erfolgreicher Upselling-Aktivitäten und Preisindexierung weiter um 1,9 % an.

Das Mobilfunkgeschäft verzeichnete einen Anstieg der Dienstleistungserlöse von 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund der starken Nachfrage nach mobilen WLAN-Routern und gestiegenen Umsätzen aus dem höherwertigen Segment, das auch von den oben genannten Preiserhöhungen und Indexierungsmaßnahmen profitierte. Die seit 15. Mai 2019 geltende EU-Verordnung für Auslandstelefonate hat sich negativ auf das Mobilfunksegment ausgewirkt. Die Roaming-Umsätze für Fremdkunden und Inlandskunden stiegen durch höhere Datenvolumina, während die Zusammenschaltungserlöse aufgrund des geringeren Volumens und der niedrigeren Preise für SMS zurückgingen. Der ARPU stieg, da Zuwächse bei mobilen WLAN-Routern und hochwertigen Kunden die niedrigeren Erlöse im Zuge der oben genannten EU-Verordnung mehr als ausglichen.

Die Kosten und Aufwendungen im Segment Österreich erhöhten sich um 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr, zurückzuführen auf höhere Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 84,1 Mio. EUR in 2019 im Vergleich zu 22,1 Mio. EUR in 2018. Ohne Restrukturierungsaufwendungen blieben die Kosten und Aufwendungen stabil, da höhere Kosten für Endgeräte aufgrund von geringeren Werbekostenzuschüssen von Endgerätelieferanten und eine höhere Anzahl von ICT-Projekten sowie höhere Kosten aus Dienstleistungen durch niedrigere Personalkosten ausgeglichen wurden. Die Kosten aus Dienstleistungen erhöhten sich infolge höherer Kosten für ICT-Projekte, während höhere Strukturkosten für die IT-Prozessautomatisierung einen Abbau der FTE ermöglichten, was zu geringeren Personalkosten führte.

Ohne Restrukturierungsaufwendungen und Einmaleffekte blieb das EBITDA stabil (berichtet: –5.5 %), da höhere Umsätze aus Dienstleistungen die gesunkene Marge aus dem Verkauf von Endgeräten ausglichen. Letztere wurde durch höhere Stützungen und eine niedrigere Marge auf IK T-Equipment sowie durch niedrigere Werbekostenzuschüssen von Endgeräte- Verkäufern getrieben. Im Berichtszeitraum erhöhten sich die Abschreibungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,0 %. Infolgedessen ging das Betriebsergebnis um 12,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück.