Österreich

A1 Telekom Austria

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In Österreich zeigten sich die Dynamiken im Vergleich zum Vorjahr relativ unverändert, auch wenn vom Mitbewerb im Herbst 2018 erstmals konvergente Angebote platziert wurden. Im Mobilfunkmarkt verfolgt A1 nach wie vor eine Mehrmarkenstrategie und setzt auf eine hohe Granularität bei der Markt­segmentierung. Im höherwertigen Kundensegment strebt A1 eine Differenzierung mit attraktiven
Dienstleistungen wie zum Beispiel Free Stream oder der A1 Xplore Music App an. Im No-Frills-Segment und im Jugendsegment blieb der Wettbe­werb im Berichtsjahr, welchem mit zielgruppenorientierten Angeboten begegnet wurde, unverändert intensiv. Im Hinblick auf die Regulierung muss ab 1. Jänner 2019 beim SIM-Karten-Kauf ein amtlicher Lichtbildausweis vorgewiesen werden. Aktuell bestehende anonyme SIM-Karten müssen bis 1. September 2019 registriert werden.

Die Nachfrage nach Breitbandprodukten mit höheren Geschwin­digkeiten und TV-Optionen blieb, vor allem bei den Bestands­kunden, weiterhin stark. Das Hybrid-Modem spielt dabei als Kombination von Festnetz-und Mobilfunknetzwerk neben der klassischen Glasfaserinfrastruktur eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von Festnetzprodukten mit höheren Bandbreiten. Darüber hinaus war der österreichische Breitbandmarkt weiter durch die anhaltend hohe Nachfrage nach mobilen WLAN-Routern mit unbegrenzten Datenangeboten geprägt.

Außerdem profitierten die Ergebnisse von der letztjährigen Preisanpassung bei den Festnetzprodukten sowie einer Indexierung im Mobilfunk- und Festnetzbereich für Bestands­kunden im Berichtsjahr.

Im Jahr 2018 stieg die Gesamtzahl der Mobilfunkkunden, da die anhaltend hohe Nachfrage nach mobilen WLAN-Routern im Vertragskundensegment und höherwertigen Tarifen den Rückgang im Prepaid-Segment mehr als ausglich.

Im Festnetzgeschäft verringerten sich die umsatzgenerieren­den Einheiten (RGUs) im Jahr 2018, was hauptsächlich durch Kundenverluste im Bereich der Sprachtelefonie bedingt war. Während die Nachfrage nach Glasfaser-Upgrades weiterhin unverändert stark war und die TV-RGUs nach wie vor ein solides Wachstum verzeichneten, nahm die Zahl der Festnetzbreitbandkunden im Jahresvergleich leicht ab. Dies war hauptsächlich auf die Substitution durch mobile WLAN-Router zurückzuführen. Insgesamt führte dies zu einem Anstieg des Internet@Home-Geschäfts (reines Festnetzbreitband, Hybrid­modem und mobile WLAN-Router) von 3,0 %.

Im Segment Österreich stiegen die Umsatzerlöse im Jahresver­gleich trotz positiver Einmaleffekte im Vorjahr um 1,4 % an. Diese Einmaleffekte im Jahr 2017 beliefen sich auf positive 10,6 Mio. EUR bei den Erlösen aus Festnetzdienst­leistungen und 3,6 Mio. EUR bei den sonstigen betrieblichen Erträgen. Ohne Einmaleffekte im Jahr 2017 erhöhten sich die Umsatzerlöse um 2,1 % und die Erlöse aus Dienstleistungen um 1,7 %. Die Erlöse
aus Festnetzdienstleistungen stiegen vor dem Hintergrund der Preiserhöhungen und Indexie­rungsmaßnahmen. Die solide Nachfrage nach höheren Band­breiten und TV-Optionen wirkte sich ebenfalls auf die Zunahme der Erlöse aus Festnetzdienstleistungen aus, während die Erlöse aus Festnetzzusammenschaltungen aufgrund geringerer Volumen zurückgingen. Die Erlöse aus Solutions & Connectivity erhöhten sich unter anderem durch den Abschluss mehrerer Großprojekte. Im Mobilfunkgeschäft wurden die negativen Auswirkungen der schrittweisen Abschaffung des Endkunden-Roamings in der EU durch die hohe Nachfrage nach mobilen WLAN-Routern und höherwertigen Tarifen sowie durch die oben genannte Indexierungsmaßnahme wettge­macht. Die Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten stiegen aufgrund eines höherwertigen Endgeräteportfolios.

Die Kosten und Aufwendungen im Segment Österreich nahmen im Jahresvergleich um 2,6 % zu. Im Jahr 2018 beliefen sich die Restrukturierungsaufwendungen auf 22,1 Mio. EUR, wohinge­gen im Vergleichszeitraum Erträge in Höhe von 18,2 Mio. EUR verzeichnet wurden. Ohne Restrukturierungsaufwendungen blieben die  Kosten und Aufwendungen stabil (+0,2 %). Aufgrund der höheren Solutions- & Connectivity-Projekte erhöhten sich die Content-Kosten und Kosten für Mietleitungen. Die Werbe­aufwendungen stiegen infolge vermehrter Kampagnen und des Marken-Refreshments verglichen mit dem Vorjahr. Die Kosten für Endgeräte legten aufgrund höherer durchschnitt­licher Gerätekosten infolge eines höherwertigen Portfolios zu. Die
Zusammenschaltungsaufwendungen sanken wegen niedriger Mengen, und Roaming-Kosten waren wegen niedrigerer Inter-Operator-Tarife geringer, während höhere aktivierte Eigenleistungen, bedingt durch den geförderten Breit­bandausbau, einen positiven Effekt auf die Kosten hatten.

Das EBITDA ohne Einmaleffekte und Restrukturierungsaufwendungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % (berichtet: –0,9 %) infolge höherer Dienstleistungserlöse, einer höheren Marge auf den Verkauf von Endgeräten und stabiler Kosten und Aufwendungen. Im Berichtszeitraum reduzierten sich die Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,6 %. Dieser Rückgang resultierte aus dem Ende der Abschreibungen von Software-Investitionen und des YESSS!-Kundenstamms im Jahr 2017. Für das Segment Österreich ergibt sich in Summe im Jahresvergleich ein um 7,2 % höheres Betriebsergebnis.

Da in Österreich zwischen Anfang der Vergleichsperiode und Ende der Berichtsperiode keine M&A-Transaktionen erfolgten, stützt sich die vorhergegangene Analyse auf berichtete Zahlen.