Kroatien

A1 Kroatien

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Der Wettbewerb im Segment Kroatien konzentrierte sich im Berichtsjahr 2018 auf konvergente Lösungen und stark er­mäßigte Angebote, um Kunden zu gewinnen. Neben Upsel­ling-Maßnahmen entwickelte sich die wachsende Nachfrage nach mobilen WLAN-Routern zu einem treibenden Faktor im Mobilfunkgeschäft. Da Bündel- und konvergente Produkte mit Content zunehmend an
Bedeutung gewannen, führte Vipnet im Juni 2018 ein neues Sport-TV-Paket ein. Am 1. Oktober 2018 wurde Vipnet erfolgreich in A1 Hrvatska umbenannt.

Im Hinblick auf die Regulierung wurden die Frequenznutzungs­entgelte erstmals im Dezember 2017 gesenkt, mit einer weite­ren Reduktion im November 2018. In diesem Zusammenhang kündigte die Regierung im dritten Quartal 2018 an, die zu viel bezahlten Frequenznutzungsentgelte in Höhe von 3,9 Mio. EUR zurückzuzahlen.

Die höhere Zahl an Mobilfunkkunden ist auf Zuwächse in der Vertragskundenbasis zurückzuführen. Grund hierfür war das solide Wachstum bei den mobilen WLAN-Routern sowie die anhaltende Verlagerung von Prepaid- zu Vertragskunden und Crossselling-Maßnahmen. Im Festnetzgeschäft verzeichneten die umsatzgenerierenden Einheiten (RGUs) trotz Verlagerung zu mobilen WLAN-Routern einen Anstieg, welcher in erster Linie durch die starke Nachfrage nach TV-Lösungen getrieben wurde.

Im Segment Kroatien stiegen die Umsatzerlöse im Jahresver­gleich um 1,6 % (berichtet: +2,2 %), da die niedrigeren Erlöse aus dem Fremdkunden-Roaming und die niedrigeren Zusam­menschaltungserlöse durch die
starke Nachfrage nach mobilen WLAN-Routern sowie höhere Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten wettgemacht wurden. Die Erlöse aus dem Fremd­kunden-Roaming verringerten sich, da Preise innerhalb der A1 Gruppe sowie mit anderen Unternehmen gesenkt wurden. Dies konnte nicht durch höheren Datenverbrauch
ausgeglichen werden. Die Zusammenschaltungserlöse sanken durch die Kürzung der Terminierungsentgelte im Juli 2017. Die Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten stiegen infolge höherer Mengen aufgrund von Präventionsmaßnahmen gegen eine Kundenabwanderung. Die Erlöse aus Festnetzdienstleistungen stiegen, da die Verlagerung zu mobilen WLAN-Routern durch höhere Erlöse aus Solutions & Connectivity mehr als ausgeglichen wurde.

Der Anstieg der Kosten und Aufwendungen im Berichtsjahr war auf höhere Kosten für Endgeräte aufgrund von Präven­tionsmaßnahmen gegen eine Kundenabwanderung zurück­zuführen. Die Content-Kosten stiegen wegen
UEFA-Cham­pions-League-Rechten. Kosten aus dem Rebranding und Provisionen sowie höhere Roaming-Kosten trugen ebenfalls zum Anstieg bei, während Forderungsausfälle und Frequenz­nutzungsentgelte niedriger ausfielen. Letztere waren auch von einem positiven Einmaleffekt über 3,9 Mio. EUR beein­flusst, welcher aus der oben erwähnten Rückerstattung der Frequenznutzungsentgelte resultierte.

Das Umsatzwachstum konnte die höheren Kosten und Aufwendungen mehr als kompensieren, was ohne den oben erwähnten Einmaleffekt zu einem EBITDA-Anstieg von 0,4 % (berichtet: +5,7 %) führte. Aufgrund der höheren Abschreibungen, hauptsächlich bedingt durch die Markenwertabschreibung in Höhe von 19,7 Mio. EUR (2017: 6,9 Mio. EUR) im Zusammenhang mit dem konzernweiten Rebranding, ergab sich ein um 41,4 % niedrigeres Betriebsergebnis (berich­tet: –38,6 %). Ohne die erwähnte Abschreibung der Marken­werte aufgrund des Rebrandings stieg das Betriebsergebnis im Jahresvergleich um 36,9 % (berichtet: +41,4 %).

Die vorhergegangene Analyse stützt sich, soweit nicht anders angegeben, auf Proforma-Zahlen. 1)

1) Proforma-Zahlen sind nicht geprüft und beinhalten Effekte aus zwischen Anfang der Vergleichsperiode und Ende der Berichtsperiode getätigten M&A-Transaktionen. Dies betrifft im Segment Kroatien die Übernahme des Festnetzbetreibers Metronet, der zum 1. Februar 2017 konsolidiert wurde.