Kroatien

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Das Segment Kroatien zeigte auch im Jahr 2017 eine positive operative Entwicklung, die sich auf das Wachstum im Festnetzgeschäft und solide Trends im Mobilfunk stützte. Das Marktumfeld war von der hohen Nachfrage nach größeren Datenpaketen sowie nach Bündel- und konvergenten Produkten geprägt. Das Mobilfunkgeschäft von Vipnet profitierte vom verstärkten Verkauf von höherwertigen Tarifportfolios und mobilen WLAN-Routern und auch die Entwicklungen im Festnetzgeschäft zeigten sich dank der Vertriebsfokussierung auf Breitband- und TV-Dienste weiterhin erfreulich. Das Festnetzgeschäft wurde durch die Übernahme von Metronet weiter gestärkt. Das Unternehmen wurde zum 1. Februar 2017 konsolidiert. Im 3. Quartal 2017 führte Vipnet ein neues konvergentes Portfolio mit größeren inkludierten Datenmengen und höheren Geschwindigkeiten ein und brachte neue Datenoptionen für seine WLAN-Router auf den Markt.

Die Zahl der Mobilfunkkunden stieg im Berichtsjahr um 3,1 % im Jahresvergleich an. Dabei wurden Verluste im PrepaidSegment verzeichnet, während die Vertragskundenbasis, bedingt durch das solide Wachstum bei den mobilen WLANRoutern sowie die anhaltende allgemeine Verlagerung von Prepaid- zu Vertragskunden, weiter zunahm. Dies hatte eine Wertsteigerung der Kundenbasis zur Folge. Der Marktanteil im Mobilfunkbereich stieg von 36,1 % im Vorjahr auf 36,5 % im Berichtsjahr. Die umsatzgenerierenden Einheiten (RGUs) im Festnetzgeschäft legten im Jahresvergleich um 1,3 % zu (berichtet: +5,5 %), hauptsächlich bedingt durch die anhaltend solide Nachfrage nach TV- und Festnetzbreitbandprodukten.

Im Segment Kroatien stiegen die Umsatzerlöse im Jahresvergleich um 2,6 % an (berichtet: +9,2 %). Diese Entwicklung war insbesondere dem starken Wachstum im Festnetzgeschäft sowie der deutlichen Zunahme des Fremdkunden-Roamings aufgrund der höheren Elastizität bei der Datennutzung zuzuschreiben. Auch ohne die positiven Roaming-Effekte verzeichnete Kroatien im Berichtsjahr einen Anstieg der Erlöse aus Mobilfunkdienstleistungen. Die Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten reduzierten sich trotz höherer Absatzmengen, da die Erlöse pro Endgerät rückläufig waren.

Der durchschnittliche monatliche Erlös pro Kunde (ARPU) erhöhte sich von 11,9 EUR im Jahr 2016 auf 12,2 EUR im Jahr 2017, was vom Fremdkunden-Roaming sowie der starken Nachfrage nach WLAN-Routern getragen wurde. Der durchschnittliche monatliche Erlös pro Festnetzanschluss (ARPL) stieg auf berichteter Basis von 23,6 EUR im Jahr 2016 auf 28,0 EUR im Berichtsjahr. Grund hierfür war die Konsolidierung von Metronet mit einem höheren ARPL. Zusammen mit dem soliden Wachstum der umsatzgenerierenden Einheiten (RGUs) im Festnetzgeschäft führte dies dazu, dass die berichteten Erlöse aus Festnetzdienstleistungen im Jahresvergleich um 34,6% stiegen. Der Anstieg der Kosten und Aufwendungen im Berichtsjahr um 0,5 % (berichtet: +5,4 %) war vor allem auf höhere Roaming-Kosten sowie umsatzabhängige Vertriebskosten und Provisionen zurückzuführen.

Das Umsatzwachstum konnte die leicht höheren Kosten und Aufwendungen mehr als kompensieren, was im Jahresvergleich zu einem EBITDA-Anstieg von 9,6 % (berichtet: +22,4 %) führte. Aufgrund der höheren Abschreibungen, hauptsächlich bedingt durch die Markenwertabschreibung in Höhe von 7,5 Mio. EUR im Zusammenhang mit dem konzernweiten Rebranding, ergab sich ein um 17,2 % niedrigeres Betriebsergebnis (berichtet: +32,1 %). Ohne die Effekte aus der Markenwertabschreibung stieg das Betriebsergebnis im Jahresvergleich um 32,6 % (berichtet: +111,4 %) an.