Bulgarien

A1 Bulgarien

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Im Berichtsjahr war der bulgarische Markt von positiven Trends, hauptsächlich aufgrund des Wachstums im Festnetz­geschäft und eines verbesserten Stützungsniveaus, gekenn­zeichnet. Die erfreuliche Entwicklung im Festnetzgeschäft ergab sich aus Unternehmenslösungen und dem erfolgreichen Up-und Crossselling bei Privatkunden. Darüber hinaus tragen die Sportkanäle mit
exklusivem TV-Content weiterhin maß­geblich zur positiven Entwicklung der RGU- und ARPL-Trends bei. Das Mobilfunkgeschäft verbesserte sich weiter und wuchs leicht im Jahresvergleich, wobei im privaten Mobilfunkgeschäft aktive Kundenbindungsmaßnahmen dazu beitrugen, den Churn zu reduzieren. Im Mai 2018 wurde Mobiltel erfolgreich in A1 Bulgaria umbenannt.

Die Anzahl der Vertragskunden im Mobilfunk konnte 2018 stabil gehalten werden. Die Zahl der Gesamtkunden in der Mobilkom­munikation lag dennoch unter dem Vorjahresniveau, was dem Prepaid-Segment zuzuschreiben
war. Im Festnetzgeschäft nahm die Zahl der umsatzgenerierenden Einheiten (RGUs) zu, da die positiven Entwicklungen im TV- und Breitband-Bereich den Rück­gang bei den Festnetzsprachdiensten kompensieren konnten.

Im Segment Bulgarien erhöhten sich die Umsatzerlöse um 3,5 % beziehungsweise ohne Einmaleffekte um 4,8 %. Ein Einmaleffekt in Höhe von 5,8 Mio. EUR beeinflusste 2017 die sonstigen betrieblichen Erträge positiv. Das
Umsatzwachstum war dem Anstieg der Erlöse aus Festnetzdienstleistungen und der Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten zuzuschreiben. Die Erlöse aus Festnetzdienstleistungen stiegen aufgrund der starken Nach­frage nach dem exklusiven Sport-Content und nach höheren Geschwindigkeiten sowie nach individuellen Festnetzlösungen für Unternehmen. Die Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten nahmen aufgrund niedrigerer Stützungen pro Endgerät sowie höherwertiger Endgeräte zu. Die Erlöse aus Mobilfunkdienst-leistungen stiegen
an, da der Anstieg im Geschäftskundensegment den Rückgang im Prepaid-Geschäft mehr als wettmachte.

Die Kosten und Aufwendungen stiegen unter anderem durch die Kosten für Endgeräte aufgrund der kontinuierlichen Nachfrage nach hochwertigen Endgeräten. Die Zusammen­schaltungskosten stiegen infolge
vermehrter ausgehender Verbindungen zu anderen Netzwerken. Content-Kosten stiegen im Zusammenhang mit einer höheren TV-Kundenanzahl und der Sport-Content-Produktion. Die Personalkosten erhöhten sich aufgrund gestiegener Gehälter in kundennahen Bereichen. Administrationskosten, Provisionen und Netzwerkwartungskosten gingen hingegen zurück.

Im Segment Bulgarien machten die steigenden Umsatzerlöse die höheren Kosten und Aufwendungen mehr als wett und führten zu einem EBITDA-Wachstum von 6,1 % (ohne Einmaleffekte: +8,6 %). Die Abschreibungen
erhöhten sich um 12,7 % aufgrund der Markenwertabschreibung in Höhe von 144,0 Mio. EUR (2017: 99,7 Mio. EUR) bedingt durch das konzernweite Rebranding. Daraus resultierte im Jahr 2018 erneut ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von 105,1 Mio. EUR (2017: –85,6 Mio. EUR). Ohne die Abschreibungen der
Markenwerte aufgrund des Rebrandings stieg das Betriebsergebnis im Jahresvergleich um 175,3 %.

Da in Bulgarien zwischen Anfang der Vergleichsperiode und Ende der Berichtsperiode keine M&A-Transaktionen erfolgten, stützt sich die vorhergegangene Analyse auf berichtete Zahlen.