Bulgarien

A1 Bulgarien - „You Lead“

A1 Bulgarien LogoDie Entwicklung im Segment Bulgarien war 2016 weiterhin von einem wettbewerbsintensiven Umfeld geprägt, worunter besonders der Geschäftskundenbereich litt. Um dem Preisdruck entgegenzutreten, verstärkte A1 Bulgarien den Fokus auf ein wertorientiertes Management und die Bemühungen zur Bindung hochwertiger Kunden. Im bulgarischen Mobilfunkmarkt zeichnete sich außerdem eine Verlagerung von Prepaid- zu Postpaid-Angeboten ab. Aufgrund dieser Faktoren war 2016 bei den Erlösen aus Dienstleistungen bereits eine deutliche Verlangsamung der Rückgänge im Vergleich zu den Vorjahren zu erkennen. Daneben war das Management bestrebt, den Umsatzdruck auf die Rentabilität durch striktes Kostenmanagement abzuschwächen.

Die Anzahl der Mobilfunkkunden reduzierte sich im Berichtsjahr um 3,0% und war dem allgemeinen Markttrend folgend ausschließlich auf den Rückgang im PrepaidBereich zurückzuführen. Die stetig wachsende mobile Datennutzung führte zu einem weiteren Anstieg der mobilen Breitbandkunden um 19,7% im Jahresvergleich auf über 382.400. Der mobile Marktanteil sank zwar von 38,8% auf 38,4%, doch durch die oben beschriebene Ausrichtung auf wertschöpfende Kundenbindung stieg der Vertragskundenanteil auf 85,4% (2015: 82,5%). Im Festnetzgeschäft legte die Anzahl der umsatzgenerierenden Einheiten (RGUs) aufgrund der wachsenden Beliebtheit von Bündelprodukten mit TV-Angebot und der steigenden Nachfrage nach Breitbandprodukten im Jahresvergleich um 0,7% zu.

Die Umsatzerlöse gesamt waren im Jahresvergleich mit +0,1% stabil (berichtet: +9,6%), da die höheren Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten den Rückgang in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Erlösen aus Mobilfunkdienstleistungen ausgleichen konnten. Letztere sanken aufgrund des starken Preisdrucks, vor allem im Geschäftskundensegment, trotz steigender Zusammenschaltungserlöse und eines besseren Trends im Privatkundengeschäft, welcher vom erwähnten Fokus auf wertbasiertes Management profitierte. Die Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten stiegen infolge höherer Mengen und einer stärkeren Nachfrage nach teureren Endgeräten. Die Erlöse aus Festnetzdienstleistungen konnten bedingt durch höhere Umsätze aus Satelliten-TV (DTH) und Festnetzprodukte für Geschäftskunden einen Anstieg verzeichnen. Der durchschnittliche monatliche Erlös pro Kunde (ARPU) stieg um 2,2% auf EUR 5,5 (2015: EUR 5,4), bedingt durch den höheren Anteil an Vertragskunden.

Der durchschnittliche monatliche Erlös pro Festnetzanschluss (ARPL) sank auf berichteter Basis von EUR 11,7 im Vorjahr auf EUR 10,8, wofür die Konsolidierung von Blizoo-Kunden, die einen vergleichsweise niedrigen ARPL ausweisen, verantwortlich war. Die berichteten Erlöse aus Festnetzdienstleistungen verzeichneten einen Anstieg von 34,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 70,3 Mio. EUR im Berichtsjahr.